Die IT-Welt in Aufruhr – und warum unsere Server für einige Stunden offline gingen
Alles sicher?
Am 21. Oktober 2026 erreichte uns kurz nach 16:00 Uhr die Meldung über zwei kritische Sicherheitslücken in PHP. PHP ist eine der wichtigsten Programmiersprachen für dynamische Webseiten und Webanwendungen – und auch bei uns laufen große Teile von sportbootschule.TV, NautiApp und NautiTools damit.
Die Schwachstellen waren ernst: Unter bestimmten Voraussetzungen konnten Angreifer ohne vorherige Anmeldung Code auf einem betroffenen Webserver ausführen. Im schlimmsten Fall bedeutet das Zugriff auf Daten, Anwendungen und weitere Bereiche des Servers.
Für uns war deshalb schnell klar: Safety first – auch an Land.
Lieber einige Stunden offline als ein unnötiges Risiko
Unsere Server sind grundsätzlich bereits umfangreich geschützt. Über die Firewall blockieren wir mehrere Tausend bekannte oder auffällige IP-Adressen dauerhaft. Weitere Adressen werden automatisch gesperrt, wenn unsere Systeme verdächtige Zugriffe oder Angriffsversuche erkennen.
Aber eine Firewall ersetzt keinen Sicherheitspatch für eine neu entdeckte Schwachstelle.
Nachdem wir die Tragweite der PHP-Sicherheitslücken geprüft hatten, haben wir unsere öffentlich erreichbaren Systeme zwischen 18:00 und 19:00 Uhr vorsorglich vom Netz genommen.
Nicht weil bereits etwas passiert war, sondern damit möglichst auch nichts passieren konnte.
Patchen allein reicht uns nicht
Gegen 20:00 Uhr begannen die eigentlichen Arbeiten. Die inzwischen verfügbaren Sicherheitsupdates wurden installiert und anschließend umfangreich getestet.
Danach kam für uns der mindestens genauso wichtige Teil: die Kontrolle der Systeme und Protokolle. Wir wollten nicht nur wissen, ob die Sicherheitslücke geschlossen war, sondern auch ausschließen, dass sich bereits vorher jemand unberechtigt Zugang verschafft hatte.
Das Ergebnis war eindeutig:
Keine Hinweise auf einen erfolgreichen Angriff und keine unberechtigten Zugriffe auf unseren Server.
Nach Abschluss aller Prüfungen konnten wir am folgenden Morgen gegen 05:30 Uhr Entwarnung geben und unsere Systeme wieder vollständig online schalten.
Sicherheit geht vor Verfügbarkeit
Natürlich ist es ärgerlich, wenn eine Webseite, NautiApp oder NautiTools für einige Stunden nicht erreichbar sind. Wer in dieser Zeit auf unsere Angebote zugreifen wollte, hat das unmittelbar gespürt.
Dafür möchten wir uns entschuldigen.
In einer solchen Situation gibt es für uns aber nur eine sinnvolle Entscheidung: Im Zweifel nehmen wir unsere Systeme lieber für einige Stunden kontrolliert vom Netz, als die Daten unserer Teilnehmer und Kunden einem vermeidbaren Risiko auszusetzen.
An Bord würden wir bei einer ernsthaften Gefahrenmeldung ebenfalls nicht einfach weiterfahren und hoffen, dass schon nichts passiert.
Für unsere IT gilt dasselbe wie an Bord:
Safety first.